»Kompetenzentwicklung von Psychotherapeutinnen* in Ausbildung«

Poster zum DFG-Projekt Kompetenzentwicklung von Psychotherapeutinnen in Ausbildung

Ein Projekt der Universität Kassel, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Seit 2010 nimmt das ZAP an einem Projekt teil, das vom Institut für Psychologie der Uni Kassel durchgeführt wird. In einem längsschnittlichen Studiendesign werden bundesweit jeweils 60 WeiterbildungsteilnehmerInnen aller in Deutschland kassenzugelassenen Verfahren (Verhaltenstherapie, analytische Psychotherapie, Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) untersucht. Hierbei werden verschiedene Kompetenzen erhoben (Theoriewissen, Konzeptkompetenz, therapeutische Haltung und Selbstwirksamkeit, Mentalisierungs- und Bindungsfähigkeiten) und mit dem therapeutischen Behandlungserfolg in Beziehung gesetzt.

Aus der Projektbeschreibung für die DFG (http://gepris.dfg.de/gepris/projekt/181437704):

Ziel des Projektes ist es, das Wie des Therapeutin-Werdens weiter wissenschaftlich zu untersuchen, indem im Rahmen einer Veränderungsmessung (prä-post) die Entwicklung derjenigen Kompetenzen nachgezeichnet wird, die nach aktuellem Stand der Psychotherapieforschung als notwendige Bedingungen des Therapieerfolges gelten. Erstmals wird der gesamte Ausbildungsprozess wissenschaftlich im Rahmen eines längsschnittlichen Sequenzdesigns untersucht, da der Kompetenzentwicklungsprozess von zwei Jahrgängen (zu Baseline: Anfänger und mittlere Fortgeschrittene) im Verlauf von jeweils drei Jahren untersucht wird. Die Erhebung von Langzeitdaten ermöglicht daher zum ersten Mal eine Untersuchung der Kompetenzentwicklung von Psychotherapeutinnen ab ovo.

Übergeordnetes Ziel der Studie ist es, zu einer Verbesserung der psychotherapeutischen Ausbildung beizutragen und damit zu einer Qualitätssicherung der psychotherapeutischen Dienstleistung und der Versorgung der Patientinnen insgesamt. Dazu verfolgt die naturalistisch-prospektive Längsschnittstudie mit Sequenz- und Kontrollgruppendesign u.a. die folgenden Fragestellungen:

  • Gibt es im Laufe der psychotherapeutischen Ausbildung einen Zuwachs in der fachlichen/konzeptionellen Kompetenz sowie der Personal-/Beziehungskompetenz?
  • Zeigen sich schulenspezifische Unterschiede hinsichtlich der Kompetenzentwicklung in den drei Richtlinienverfahren (TP/ PA/ VT)?
  • Welche Kompetenzen stehen in Zusammenhang mit dem Behandlungserfolg?